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Neues aus dem Rathaus

Pressemitteilung 002_21

Steinenbronn, 02.03.2021:

Auf einer Klausurtagung im Bürgerhaus am Dienstagabend den 02.03.2021 haben sich die Spitzen der Steinenbronner Verwaltung und der Gemeinderat einstimmig darauf verständigt, dass bei dem Bebauungsplanverfahren des Gebiets Vaihinger Straße (West)dem Investor keine freie Hand gegeben und den Bedenken der Anwohner Rechnung getragen wird.

Rund 5500 Quadratmeter groß ist das Gebiet in der Vaihinger Straße. Platz für Wohnungen, die auch dringend nötig sind. Die BB Wohnbau Böblingen GmbH hatte in der Gemeinderatsitzung am 15. Dezember 2020 ihre Pläne der Öffentlichkeit vorgestellt. Seitdem wurden die Stimmen und die Bedenken aus der Bevölkerung gegen das Projekt immer lauter. Auch bei einer Bürgerfragestunde kamen diese Bedenken deutlich zum Ausdruck. „Da haben wir von der Verwaltung und dem Gemeinderat den Eindruck bekommen, dass unsere Bürgerinnen und Bürger glauben, vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden“, erzählt Steinenbronns Bürgermeister Ronny Habakuk – und fügt hinzu: „Dem ist aber garantiert nicht so.“ Das wurde auch auf der Klausurtagung wieder deutlich. Man stehe erst am Anfang – und die Forderungen, Bedenken und Belange aus der Bevölkerung fließen mit in die Diskussionen ein. Der Abend hat gezeigt dass sich diese auch in den Vorstellungen von Gemeinderat und Verwaltung wiederfinden.

„Wir brauchen Wohnraum, das steht außer Frage“, stellt Habakuk klar. „Aber das muss tragbar für alle sein. Wir werden es nicht jedem 100 Prozent recht machen können, aber wir streben einen Kompromiss an, in dem sich alle wiederfinden. Die Anwohner mit ihren Bedenken, Gemeinderat und Verwaltung mit ihren Vorstellungen und der Bauträger mit seinen Ideen.“ Man befinde sich erst am Anfang der Planung und lasse sich nichts diktieren. Aber man freue sich auch auf einen konstruktiven Austausch mit den Investoren und ist offen für Lösungen.

Die Bestrebungen und Vorstellungen von Anwohnern und Gemeinde beziehen sich auf Aspekte wie Anteil von sozialem Wohnbau, Anzahl der Stellplätze für Fahrzeuge, Anzahl der Wohneinheiten, umweltfreundliche und zeitgemäße ökologische Bebauungsmaßstäbe, Einfügung in das Ortsbild, Höhe und Art der Gebäude, Dachaufbauten und einige mehr. All das soll in die Planung eingebracht werden. Berücksichtigt werden muss auch, dass bei der Anzahl der Wohneinheiten die Gemeinde insgesamt im Blick behalten werden muss: Mehr Wohneinheiten bedeuten schließlich auch mehr Kita-Plätze, mehr Verkehr, mehr Verwaltungsaufwand. All das soll in einem vernünftigen Maß geschehen.

Am Ende des Abends sendeten Gemeinderat und Verwaltung ein klares Signal: „Wir sprechen eine Sprache, haben eine Linie, genaue Vorstellungen – und die Planungshoheit liegt auf unserer Seite, nicht auf der des Bauträgers.“ Noch ein Punkt war Habakuk wichtig: Transparenz. Die Öffentlichkeit soll weiter mitgenommen werden. „Alle Schritte werden dokumentiert und veröffentlicht. Auf unserer Homepage, auf unseren neuen Seiten auf Facebook und Instagram und in unserem Amtsblatt informieren wir alle. Auch vom Investor haben wir uns die Zusage geholt, dass alle wichtigen Informationen geteilt werden können. Seien es eigens veranlasste Umweltprüfungen, Artenschutzmaßnahmen usw.“ Es gehe nur gemeinsam und mit offenem Visier.

Gemeinde Steinenbronn
Stuttgarter Str. 5
71144 Steinenbronn

Pressemitteilung 001_2021 (417,4 KiB)